| note | Der erhöhte Betreuungsaufwand <reference class="in brackets" code="9-693">9-693 ff., die spezifische Behandlung im besonderen Setting bei substanzbedingten Störungen <reference class="in brackets" code="9-694">9-694 ff. und der Einsatz von Gebärdensprachdolmetschern <reference class="in brackets" code="9-510">9-510 ff. sind gesondert zu kodieren
Dieser Kode ist für die Behandlung von Patienten anzuwenden, die bei stationärer Aufnahme das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben (bei deutlichen Entwicklungsdefiziten auch für Heranwachsende bis zum vollendeten 21. Lebensjahr)
Dieser Kode ist sowohl für die voll- als auch die teilstationäre Behandlung zu verwenden
Dieser Kode ist zu Beginn der Behandlung und bei jedem Wechsel der Behandlungsart anzugeben
Die Anzahl der Therapieeinheiten pro Woche ist gesondert zu kodieren<reference class="in brackets" code="9-696">9-696 ff.
<fragment type="list">Mindestmerkmale:</fragment>
<fragment type="list">Therapiezielorientierte Behandlung durch ein multiprofessionelles Team unter Leitung eines Facharztes für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie</fragment>
<fragment type="list">Mindestmerkmale:</fragment>
<fragment type="list">Teambesprechung mit Vertretern aus mindestens 2 unterschiedlichen Berufsgruppen einmal pro Woche zur Beratung des weiteren Behandlungsverlaufs</fragment>
<fragment type="list">Mindestmerkmale:</fragment>
<fragment type="list">Vorhandensein von Vertretern der folgenden Berufsgruppen in der Einrichtung:</fragment>
<fragment type="list">Ärzte (Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie)</fragment>
<fragment type="list">Mindestmerkmale:</fragment>
<fragment type="list">Vorhandensein von Vertretern der folgenden Berufsgruppen in der Einrichtung:</fragment>
<fragment type="list">Ggf. Psychologen (Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut, Psychologischer Psychotherapeut, Diplom-Psychologe oder Master of Science in Psychologie)</fragment>
<fragment type="list">Mindestmerkmale:</fragment>
<fragment type="list">Vorhandensein von Vertretern der folgenden Berufsgruppen in der Einrichtung:</fragment>
<fragment type="list">Spezialtherapeuten (z.B. Ergotherapeuten, Sozialarbeiter, Heilpädagogen, Bewegungs-, Erlebnis-, Kreativtherapeuten)</fragment>
<fragment type="list">Mindestmerkmale:</fragment>
<fragment type="list">Vorhandensein von Vertretern der folgenden Berufsgruppen in der Einrichtung:</fragment>
<fragment type="list">Pädagogisch-pflegerische Fachpersonen (z.B. (Kinder-)Gesundheits- und Krankenpflegepersonal, Erzieher, Heilerziehungspfleger, Jugend- und Heimerzieher)</fragment>
<fragment type="list">Mindestmerkmale:</fragment>
<fragment type="list">Als angewandte Verfahren der ärztlichen und psychologischen Berufsgruppen gelten folgende Verfahren oder im Aufwand vergleichbare Verfahren:</fragment>
<fragment type="list">Ärztliches oder psychologisches Einzelgespräch/einzeltherapeutische Intervention</fragment>
<fragment type="list">Mindestmerkmale:</fragment>
<fragment type="list">Als angewandte Verfahren der ärztlichen und psychologischen Berufsgruppen gelten folgende Verfahren oder im Aufwand vergleichbare Verfahren:</fragment>
<fragment type="list">Ärztliche oder psychologische therapeutische Familienkontakte bzw. Kontakt mit Bezugspersonen aus dem Herkunftsmilieu (z.B. Jugendhilfe, Pflegefamilie), Familientherapie</fragment>
<fragment type="list">Mindestmerkmale:</fragment>
<fragment type="list">Als angewandte Verfahren der ärztlichen und psychologischen Berufsgruppen gelten folgende Verfahren oder im Aufwand vergleichbare Verfahren:</fragment>
<fragment type="list">Anleitung von anderen Teammitgliedern im Umgang mit dem Patienten, z.B. Begleitung von Deeskalationen (desaktualisierendes "Talking down" bis hin zu Freiheitseinschränkung oder Freiheitsentzug)</fragment>
<fragment type="list">Mindestmerkmale:</fragment>
<fragment type="list">Als angewandte Verfahren der ärztlichen und psychologischen Berufsgruppen gelten folgende Verfahren oder im Aufwand vergleichbare Verfahren:</fragment>
<fragment type="list">(Störungsspezifische) Psychoedukation</fragment>
<fragment type="list">Mindestmerkmale:</fragment>
<fragment type="list">Als angewandte Verfahren der ärztlichen und psychologischen Berufsgruppen gelten folgende Verfahren oder im Aufwand vergleichbare Verfahren:</fragment>
<fragment type="list">Aufklärung (Kinder/Jugendliche und Bezugspersonen), Compliance-Förderung und enges Monitoring im Rahmen der ärztlich indizierten Psychopharmakotherapie</fragment>
<fragment type="list">Mindestmerkmale:</fragment>
<fragment type="list">Als angewandte Verfahren der ärztlichen und psychologischen Berufsgruppen gelten folgende Verfahren oder im Aufwand vergleichbare Verfahren:</fragment>
<fragment type="list">Monitoring und ärztliche Behandlung von Entzugssymptomatik</fragment>
<fragment type="list">Mindestmerkmale:</fragment>
<fragment type="list">Als angewandte Verfahren der ärztlichen und psychologischen Berufsgruppen gelten folgende Verfahren oder im Aufwand vergleichbare Verfahren:</fragment>
<fragment type="list">Begleitung bei richterlichen Anhörungen oder (fach)ärztliche Stellungnahmen zur Unterbringung</fragment>
<fragment type="list">Mindestmerkmale:</fragment>
<fragment type="list">Als angewandte Verfahren der Spezialtherapeuten gelten folgende Verfahren oder im Aufwand vergleichbare Verfahren:</fragment>
<fragment type="list">Einzelbegleitung bei sozialen Aktivitäten (z.B. Mahlzeiten, Freizeit) zur Vermeidung von Überforderung oder Konflikten</fragment>
<fragment type="list">Mindestmerkmale:</fragment>
<fragment type="list">Als angewandte Verfahren der Spezialtherapeuten gelten folgende Verfahren oder im Aufwand vergleichbare Verfahren:</fragment>
<fragment type="list">Sofern ärztlich vertretbar, Begleitung bei Ausgang</fragment>
<fragment type="list">Mindestmerkmale:</fragment>
<fragment type="list">Als angewandte Verfahren der Spezialtherapeuten gelten folgende Verfahren oder im Aufwand vergleichbare Verfahren:</fragment>
<fragment type="list">Angehörigengespräche und gezielte Anleitung der Bezugspersonen aus dem familiären oder sozialen Raum, Begleitung von Besuchskontakten auf der Station</fragment>
<fragment type="list">Mindestmerkmale:</fragment>
<fragment type="list">Als angewandte Verfahren der Spezialtherapeuten gelten folgende Verfahren oder im Aufwand vergleichbare Verfahren:</fragment>
<fragment type="list">Gespräche mit Behördenvertretern</fragment>
<fragment type="list">Mindestmerkmale:</fragment>
<fragment type="list">Als angewandte Verfahren der Spezialtherapeuten gelten folgende Verfahren oder im Aufwand vergleichbare Verfahren:</fragment>
<fragment type="list">Ergotherapeutische Behandlungsverfahren, Bewegungstherapie, Krankengymnastik, Kunst- und Musiktherapie, Entspannungsverfahren in Einzelkontakt oder Kleinstgruppe</fragment>
<fragment type="list">Mindestmerkmale:</fragment>
<fragment type="list">Als angewandte Verfahren der Spezialtherapeuten gelten folgende Verfahren oder im Aufwand vergleichbare Verfahren:</fragment>
<fragment type="list">Interventionen hinsichtlich der geplanten Überleitung in Regelbehandlung oder rehabilitative Anschlussmaßnahmen (z.B. Jugendhilfe)</fragment>
<fragment type="list">Mindestmerkmale:</fragment>
<fragment type="list">Die Patienten weisen mindestens eines der nachfolgenden Merkmale auf:</fragment>
<fragment type="list">Deutlich erhöhter Pflegeaufwand</fragment>
<fragment type="list">Die Patienten benötigen deutlich über das altersübliche Maß hinaus Unterstützung bei Aktivitäten des täglichen Lebens im Sinne intensiver pflegerischer Maßnahmen (z.B. Unterstützung bei der Nahrungsaufnahme, bei Hygienemaßnahmen, bei Bettlägerigkeit oder bei anderen schweren körperlichen Einschränkungen/Erkrankungen und Behinderungen (auch Behinderungen der Sinnesorgane); und/oder sie benötigen Aktivierung zum Aufstehen und zur Teilnahme am Gruppenleben); oder sie benötigen kontinuierliche Überwachung wegen drohender somatischer Dekompensation bei vitaler Gefährdung (z.B. Herzrhythmusstörungen oder Elektrolytentgleisungen durch unzureichende Nahrungsaufnahme bei Anorexia nervosa) oder bei Stoffwechselstörung oder Intoxikation</fragment>
<fragment type="list">Mindestmerkmale:</fragment>
<fragment type="list">Die Patienten weisen mindestens eines der nachfolgenden Merkmale auf:</fragment>
<fragment type="list">Erhöhter Einzelbetreuungsaufwand wegen mangelnder Gruppenfähigkeit</fragment>
<fragment type="list">Die Patienten sind störungsbedingt nicht gruppenfähig (z.B. wegen hoher Impulsivität, hohem Erregungsniveau, Manipulationen und Bedrohungen von Mitpatienten, Manipulation mit Nahrung, Schutz vor Reizüberflutung), so dass sie von der Gruppe separiert werden müssen, enge Führung oder ständige Ansprache brauchen</fragment>
<fragment type="list">Mindestmerkmale:</fragment>
<fragment type="list">Die Patienten weisen mindestens eines der nachfolgenden Merkmale auf:</fragment>
<fragment type="list">Selbstgefährdung</fragment>
<fragment type="list">Die Patienten sind nicht absprachefähig oder ihr Verhalten ist nicht vorhersehbar; sie sind störungsbedingt nicht in der Lage, auch nur für kurze Zeit für sich Verantwortung zu übernehmen</fragment>
<fragment type="list">Mindestmerkmale:</fragment>
<fragment type="list">Die Patienten weisen mindestens eines der nachfolgenden Merkmale auf:</fragment>
<fragment type="list">Fremdaggressives Verhalten mit deutlicher Beeinträchtigung des Gruppenmilieus</fragment>
<fragment type="list">Die Patienten zeigen fremdaggressives Verhalten wie Zerstören von Gegenständen, Bespucken von Mitpatienten und Mitarbeitern, massive Bedrohungen von Mitpatienten und/oder Mitarbeitern oder Tätlichkeiten, sofern nicht mit Einzelbetreuung oder Freiheitseinschränkung separiert oder deeskaliert wird</fragment>
<fragment type="list">Mindestmerkmale:</fragment>
<fragment type="list">Die Patienten weisen mindestens eines der nachfolgenden Merkmale auf:</fragment>
<fragment type="list">Störungsbedingt nicht einschätzbarer, nicht kooperationsfähiger Patient</fragment>
<fragment type="list">Die Patienten zeigen stark wechselhafte Zustände oder Desorientierung oder z.B. psychosebedingte Nicht-Erreichbarkeit; oder sie sind nicht erreichbar für Kooperation, verweigern sich allem, zeigen in keinem Therapiebereich eine Regelakzeptanz</fragment>
<fragment type="list">Mindestmerkmale:</fragment>
<fragment type="list">Die Patienten weisen mindestens eines der nachfolgenden Merkmale auf:</fragment>
<fragment type="list">Erforderliche Maßnahmen zur Gefahrabwendung</fragment>
<fragment type="list">Die Patienten benötigen Maßnahmen wie z.B. Isolierung, Fixierung, Festhalten, Zwangsmedikation, Zwangssondierung, Beschränken des Aktionsradius auf die Station bei geschlossener Tür oder es muss stete Bereitschaft dazu und Verfügbarkeit dieser Maßnahmen bestehen, sofern nicht durch hohen Einsatz deeskaliert werden kann</fragment>
<fragment type="list">Mindestmerkmale:</fragment>
<fragment type="list">Die Patienten weisen mindestens eines der nachfolgenden Merkmale auf:</fragment>
<fragment type="list">Substanzbedingt erhöhter Betreuungsbedarf</fragment>
<fragment type="list">Kontinuierliches Alkohol- oder Drogencraving mit starker Unruhe oder akuter, auch protrahierter Alkohol- oder Drogenentzug</fragment>
<fragment type="list">Mindestmerkmale:</fragment>
<fragment type="list">Die Patienten weisen mindestens eines der nachfolgenden Merkmale auf:</fragment>
<fragment type="list">Für den Nachweis der Merkmale ist die Regeldokumentation in der Patientenakte ausreichend</fragment>
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